Google gegen Stromfresser: Play Store warnt künftig vor Akku-Killern
Google führt im Play Store Warnhinweise für Apps mit hohem Stromverbrauch ein. Fokus liegt auf der missbräuchlichen Nutzung von Wake Locks im Hintergrund.
Bildquelle: Rubaitul Azad | unsplash
2 Min. Lesezeit
Es ist ein Klassiker: Das Smartphone liegt ungenutzt auf dem Tisch, aber die Prozentanzeige des Akkus wandert schneller nach unten als die Laune am Montagmorgen. Google geht dieses Problem jetzt an der Wurzel an und nimmt Entwickler in die Pflicht, die es mit der Hintergrundaktivität ihrer Anwendungen übertreiben. Im Fokus stehen dabei die sogenannten „Wake Locks“.
Diese Funktion ist eigentlich sinnvoll, damit eine App etwa beim Musik-Streaming oder bei großen Downloads das System nicht einschlafen lässt. Problematisch wird es jedoch, wenn Apps diese Erlaubnis missbrauchen, um ohne ersichtlichen Grund im Hintergrund aktiv zu bleiben. Google hat hierfür nun klare Grenzen definiert. Werden diese überschritten, drohen Konsequenzen direkt im Play Store.
Konkret gilt eine App als auffällig, wenn sie innerhalb von 24 Stunden länger als zwei Stunden „Partial Wake Locks“ aktiv hält. Gemessen wird das über die Android-Vitals-Plattform. Liegt eine App bei mehr als fünf Prozent ihrer Nutzer über diesem Limit - gemessen auf einen Zeitraum von 28 Tagen - landet sie auf der Liste der Stromfresser.
Für den Nutzer bedeutet das mehr Transparenz: Google plant, auf den Store-Seiten solcher Apps Warnhinweise einzublenden. Zudem werden diese Anwendungen in den Empfehlungen abgestraft. Das Ziel ist simpel: Entwickler sollen gezwungen werden, effizienter zu programmieren, statt den Akku der Nutzer für unnötige Hintergrundprozesse zu opfern. Wer seine App nicht optimiert, verliert Sichtbarkeit - ein Hebel, der meist besser funktioniert als jeder freundliche Appell.
Dieser Blog ist bewusst frei von Werbebannern oder nervigen Pop-ups, damit du ungestört lesen kannst. Wenn dir die Inhalte gefallen und du unsere Arbeit unterstützen möchtest, kannst du uns einen digitalen Kaffee ausgeben. Jede Unterstützung hilft, den Blog weiterzuführen und die Kosten für den Server zu decken.
Unterstütze uns via PayPal
Klick → Unterstützen → Fertig.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare vorhanden. Starte die Diskussion!
techUpdate.io