Nova Launcher: Der Stern ist erloschen
Nova Launcher vor dem Aus: Entwickler Kevin Barry hört auf, Open-Source-Pläne gestoppt. Keine Updates mehr zu erwarten.
Bildquelle: Mohamed Nohassi | unsplash
2 Min. Lesezeit
Der Nova Launcher, einer der bekanntesten Android-Launcher der letzten Dekade, steht vor dem Aus. Kevin Barry, Gründer, Entwickler und bis zuletzt letzte Hoffnung für die App, hat seine Arbeit eingestellt. Damit verliert die Android-Szene eines ihrer langlebigsten Customization-Tools.
Seit 2022 gehörte Nova zu Branch.io. Das Unternehmen ließ 2024 bereits fast das komplette Team ziehen - Barry hielt alleine die Stellung und arbeitete an einer Open-Source-Version des Launchers. Der Plan: den Code bereinigen, Lizenzen prüfen, proprietäre Teile entfernen und Nova rechtssicher in die Freiheit entlassen. Klingt nach Fleißarbeit, und genau das war es. Doch laut Barry wurde er nun von Branch gebeten, diese Bemühungen einzustellen.
Die App bleibt im Play Store zwar vorerst verfügbar, doch Nutzer sollten sich keine Illusionen machen: Weder Bugfixes noch neue Features sind in Sicht. Wie lange Branch den Launcher noch im Store lässt, ist unklar.
Für viele Power-User ist das bitter. Nova galt jahrelang als Referenz für Android-Anpassung: Gestensteuerung, App-Drawer-Feintuning, Homescreen-Experimente - was Hersteller verschlafen hatten, brachte Nova zuverlässig auf den Bildschirm. Ironischerweise ist genau das auch sein Niedergang: Hersteller-Launcher sind heute so ausgereift, dass alternative Apps zunehmend in der Nische verschwinden.
Was bleibt, ist ein Stück Android-Geschichte. Wer Nova seit den frühen 2010ern genutzt hat, weiß, wie groß der Unterschied damals war. Heute ist es nur noch ein Symbol dafür, wie sehr Google und Co. die Bastel-Community aufgesogen haben.
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