Apple Business: Der Angriff auf Microsoft und Google startet am 14. April
Apple Business vereint MDM, Mail und Branding in einer Plattform. Ab April kostenloser Angriff auf Google Workspace und Microsoft 365.
Bildquelle: Sunny Hassan | unsplash
2 Min. Lesezeit
Apple hat gerade ein Paket geschnürt, das Microsoft und Google zumindest ein wenig unruhig schlafen lassen dürfte. Ab dem 14. April geht "Apple Business" an den Start - eine All-in-One-Plattform, die alles zusammenwirft, was kleine und mittlere Unternehmen bisher mühsam bei verschiedenen Anbietern zusammensuchen mussten.
Der Clou an der Sache: Apple integriert nun einen eigenen gehosteten E-Mail-Dienst inklusive Kalender und Verzeichnisdiensten. Man kann seine eigene Domain mitbringen oder direkt über Apple eine neue registrieren. Wer also gerade sein Startup gründet und im Apple Store das erste MacBook kauft, bekommt die komplette IT-Infrastruktur quasi als Beifang dazu. Dass Apple hier auf offene Standards wie IMAP und CalDAV setzt, ist ein feiner Zug - so bleiben auch die Teammitglieder mit Android-Smartphones oder Windows-Rechnern nicht im digitalen Regen stehen.
Die Plattform schluckt dabei die bisherigen Dienste wie Business Essentials und den Business Manager. Das Ziel ist klar: Komplexität raus, Apple-Logik rein. Neben der Geräteverwaltung (MDM) gibt es tiefgreifende Branding-Optionen. Wenn du eine Mail verschickst oder ein Kunde dich in Apple Karten sucht, erscheint dein Logo konsistent über das gesamte Ökosystem hinweg - sogar beim Bezahlen via Tap to Pay auf dem iPhone.
Interessant wird es beim Preismodell. Der Basis-Service ist erst einmal kostenlos, was besonders im Vergleich zu den stetig steigenden Preisen für Google Workspace oder Microsoft 365 ein Argument sein könnte. Natürlich bleibt Apple Apple: Wer mehr als die mickrigen 5 GB Standard-Speicher braucht, landet schnell bei den kostenpflichtigen iCloud-Abos.
Ob gestandene Unternehmen jetzt massenweise ihre Outlook-Postfächer löschen, darf man bezweifeln. Migrationen sind Schmerzprojekte, die niemand ohne Not anfasst. Aber für die nächste Generation an Gründern baut Apple hier einen goldenen Käfig, der so komfortabel ist, dass man ihn eigentlich gar nicht mehr verlassen möchte.
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