Kritische Sicherheitslücke in AirPlay - Millionen Geräte betroffen
Forscher entdecken gravierende Schwachstellen in Apples AirPlay – betroffen sind Millionen Geräte, darunter auch Drittanbieter-Produkte.
Bildquelle: Trac Vu | unsplash
2 Min. Lesezeit
AirPlay - eigentlich bequem, jetzt plötzlich ein Risiko: Sicherheitsforscher haben eine gravierende Schwachstelle in Apples drahtloser Streaming-Technologie entdeckt. Die unter dem Namen „Airborne“ zusammengefassten Lücken betreffen nicht nur iPhones und Macs, sondern auch viele Drittanbieter-Geräte - insgesamt sind laut Schätzungen mehrere zehn Millionen Geräte weltweit anfällig.
Das Problem: Angreifer könnten über die Schwachstellen AirPlay-Geräte übernehmen, Malware verbreiten und im schlimmsten Fall die komplette Kontrolle über das Gerät erlangen. Besonders heikel wird es in öffentlichen WLANs, wo sich Geräte schnell und oft unbeaufsichtigt miteinander verbinden.
Laut dem israelischen Sicherheitsunternehmen Oligo wurden insgesamt 23 Schwachstellen identifiziert, von denen Apple bereits 17 per Update adressiert hat. Doch die Gefahr ist damit noch nicht vom Tisch: Drittanbieter-Geräte, in denen AirPlay-Module verbaut sind, bleiben oft ohne schnelle Updates - und manche möglicherweise für immer verwundbar.
Auch CarPlay ist betroffen - allerdings nur dann, wenn jemand physischen Zugriff aufs Fahrzeug hat. Trotzdem: Das Vertrauen in die kabellose Apple-Welt bekommt damit einen deutlichen Dämpfer.
Apple hat reagiert und in den aktuellen Versionen von iOS, iPadOS, macOS, tvOS und visionOS bereits Sicherheitsupdates veröffentlicht. Wer also ein Apple-Gerät nutzt, sollte sofort updaten - und die AirPlay-Einstellungen durchsehen. Oligo empfiehlt außerdem, AirPlay auf Macs nur für den eigenen Benutzer freizugeben und in Netzwerken mit unklarer Sicherheitslage ganz zu deaktivieren.
Die große Frage bleibt: Wie viele Drittgeräte-Hersteller ziehen nach - und wie viele Geräte bleiben auf Dauer verwundbar?
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