IONOS Nextcloud Workspace: Europas Antwort auf Microsoft 365
IONOS Nextcloud Workspace startet als europäische Microsoft-365-Alternative - mit DSGVO-Hosting, Open Source und KI-Assistent.
Bildquelle: Luca Bravo | unsplash
2 Min. Lesezeit
IONOS und Nextcloud haben ihren gemeinsamen Nextcloud Workspace gestartet (angekündigt vor wenigen Monaten) - und nennen ihn selbstbewusst die „europäische Alternative zu Microsoft 365“. Das große Versprechen: volle Datenhoheit, volle Transparenz, keine US-Clouds, kein Datenexport. Der Workspace läuft komplett auf IONOS-Servern in deutschen Rechenzentren und soll damit „höchste Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit erfüllen“. Klingt nach dem Versuch, das Cloud-Office endlich souverän zu machen - diesmal wirklich.
Im Kern bietet der neue Workspace all das, was man von modernen Office-Plattformen erwartet: E-Mail, Kalender, Dateiablage, Chat, Videokonferenzen und natürlich Online-Dokumente auf Basis von Collabora. Neu ist der eingebaute KI-Assistent, der Texte übersetzt, Bilder generiert, Routineaufgaben automatisiert und sich als Chat nutzen lässt. Laut IONOS passiert das alles DSGVO-konform, transparent und unabhängig von US-Anbietern. Also KI ohne Datenabfluss in Richtung Redmond oder Kalifornien - das dürfte bei vielen Datenschutzbeauftragten für spontanes Wohlwollen sorgen.
Technisch baut der Workspace auf der bekannten Nextcloud-Infrastruktur auf, erweitert um Enterprise-Funktionen wie Benutzer- und Rechteverwaltung oder Mehrmandantenfähigkeit. Behörden und größere Unternehmen sind explizit als Zielgruppe genannt. In den nächsten Monaten sollen weitere Module folgen - etwa eine Dokumenten-KI, ein Virenscanner von G-Data und eine grafische Oberfläche für die IONOS-Cloud.
Auch preislich will man Microsoft Konkurrenz machen: Zum Start kostet das Paket für 25 Nutzer in den ersten drei Monaten 3 Euro pro Nutzer und Monat, danach 7,60 Euro. Zum Vergleich: Microsoft 365 Business Basic liegt bei mindestens 8,70 Euro pro Nutzer - ohne Teams. Für ein souveränes Cloud-Office „Made in Germany“ ist das also kein unrealistischer Einstieg.
Natürlich bleibt die Frage, ob IONOS und Nextcloud in Sachen Integration, Usability und Performance wirklich mit Microsoft mithalten können. Aber: Es ist ein wichtiger Gegenentwurf - technisch solide, offen, nachvollziehbar und vor allem datenschutzfreundlich. Endlich mal kein Marketing-Mantra von „digitaler Souveränität“, sondern ein greifbares Produkt.
Dieser Blog ist bewusst frei von Werbebannern oder nervigen Pop-ups, damit du ungestört lesen kannst. Wenn dir die Inhalte gefallen und du unsere Arbeit unterstützen möchtest, kannst du uns einen digitalen Kaffee ausgeben. Jede Unterstützung hilft, den Blog weiterzuführen und die Kosten für den Server zu decken.
Unterstütze uns via PayPal
Klick → Unterstützen → Fertig.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare vorhanden. Starte die Diskussion!
techUpdate.io