Büro Schreibtisch Office MacBook Apple

Souverän statt Redmond: Neues Cloud-Office aus Deutschland geplant

Nextcloud und IONOS entwickeln mit Workspace eine DSGVO-konforme Alternative zu Microsoft 365 - vollständig gehostet in Deutschland.

Bildquelle: Luca Bravo | unsplash

2 Min. Lesezeit

Der Markt für Office-Software bekommt einen neuen Herausforderer - made in Germany. Unter dem Namen Nextcloud Workspace entwickeln IONOS und Nextcloud derzeit eine DSGVO-konforme Alternative zu Microsoft 365. Die Plattform soll nicht weniger als einen vollständigen digitalen Arbeitsplatz bieten - samt E-Mail, Office-Suite, Videokonferenzen, Chat und KI. Das alles auf Open-Source-Basis und mit klarer Ansage: 100 Prozent Kontrolle, 100 Prozent Europa.

Nextcloud Workspace versteht sich als Reaktion auf die wachsende Kritik an US-Diensten wie Microsoft 365, deren Datenschutzkonformität in Deutschland und der EU immer wieder in Frage steht. Laut Nextcloud-CEO Frank Karlitschek will man endgültig beweisen, dass "echte Alternativen für Unternehmen" existieren - unabhängig von US-Clouds, offen, transparent und mit voller Datenhoheit.

Technisch basiert der Workspace auf Collabora Online, einem Open-Source-Office auf LibreOffice-Basis. Zusätzlich sollen Unternehmensfunktionen wie zentrale Nutzerverwaltung, Mandantenfähigkeit und Behördeneinsatz folgen. Für die Serverinfrastruktur ist allein IONOS zuständig - mit Hosting ausschließlich in Deutschland. Damit erfüllt die Plattform die wichtigsten Anforderungen für Behörden und sensible Datenumgebungen.

IONOS-CTO Markus Noga sieht genau jetzt die Gelegenheit, die Lücke im Markt zu schließen: "Die Nachfrage nach souveränen Lösungen ist da - und wächst." Statt auf "bessere Technik" setzt man auf digitale Selbstbestimmung und offene Standards. Auch preislich will man Microsoft auf Augenhöhe begegnen - jedoch ohne Mindestanzahl an Nutzern, was besonders KMU und Bildungseinrichtungen entgegenkommen dürfte.

Ob der neue Workspace wirklich Bewegung in den Markt bringt? Fakt ist: Während manche Bundesländer Microsoft 365 ablehnen, setzt die EU-Kommission weiterhin auf Redmond. Ein Widerspruch, den Nextcloud Workspace für sich nutzen könnte - vorausgesetzt, die Lösung hält im Alltag, was sie auf dem Papier verspricht.

heise.de

Teile diesen Beitrag
Support für unabhängige Inhalte!
Dieser Blog ist bewusst frei von Werbebannern oder nervigen Pop-ups, damit du ungestört lesen kannst. Wenn dir die Inhalte gefallen und du unsere Arbeit unterstützen möchtest, kannst du uns einen digitalen Kaffee ausgeben. Jede Unterstützung hilft, den Blog weiterzuführen und die Kosten für den Server zu decken.

Unterstütze uns via PayPal
Klick → Unterstützen → Fertig.

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare vorhanden. Starte die Diskussion!

Antwort auf:
Kommentar schreiben
CAPTCHA
Hinweis: Dein eingegebener Name und der Kommentartext werden zur Veröffentlichung gespeichert. Weitere Infos in unserer Datenschutzerklärung.