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Speicherkrise erreicht netcup: Hosting wird teurer

Netcup passt die Preise für Hosting und Storage ab Mai 2026 an. Grund sind die explodierenden Hardwarekosten durch den KI-Boom. Alle Details im Überblick.

Bildquelle: Tyler | unsplash

2 Min. Lesezeit

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die Realität des Hardwaremarktes auch die letzten Preisbrecher erreicht. Netcup hat nun offiziell gemacht, was sich in der Branche seit Monaten abzeichnet: Die Preise steigen, und das nicht zu knapp. Ab dem 1. Mai 2026 müssen Kunden für bestehende Hosting-Verträge sowie Storage-Lösungen tiefer in die Tasche greifen. Besonders hart trifft es den Storage Space und den Local Block Storage, die mit einem Plus von über 21 Prozent zu Buche schlagen.

Die Ursache ist die gleiche, die wir momentan überall hören. Während die Welt gebannt auf die neuesten KI-Modelle starrt, fressen eben jene Konzerne die Produktionskapazitäten für RAM und SSDs leer. Wenn die Nachfrage das Angebot derart übersteigt, landen die Mehrkosten am Ende beim Endkunden. Netcup-Chef Alexander Windbichler versucht zwar, die Wogen mit einem persönlichen Statement zu glätten, aber am Ende bleibt die mathematische Gewissheit: Hardware-Ersatzteile und Kapazitätserweiterungen sind im Einkauf aktuell ein teures Vergnügen.

Immerhin gibt es für treue Bestandskunden ein kleines Trostpflaster. Die Erhöhungen fallen für bestehende Verträge laut Anbieter moderater aus als bei einem Neuabschluss. Man merkt dem Unternehmen an, dass sie den Spagat zwischen wirtschaftlicher Notwendigkeit und Kundenbindung versuchen. Dennoch ist eine Preisanpassung in dieser Größenordnung ein Brett, das erst einmal verdaut werden muss.

Für dich bedeutet das konkret: Prüf dein Postfach und schau dir die neuen Konditionen für deine Instanzen genau an. Wer mit den neuen Preisen absolut nicht leben kann, dem bleibt das gesetzliche Sonderkündigungsrecht. Drei Monate hast du Zeit, um zu entscheiden, ob dir die gewohnte Qualität den Aufpreis wert ist. Es ist kein schöner Schritt, aber in einem Markt, in dem Komponenten plötzlich ein Vielfaches kosten, war das Ende der Billig-Ära absehbar.

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