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Digitaler Stellwerksschaden: Warum der DB Navigator in die Knie ging

Ein DDoS-Angriff hat die Systeme der Deutschen Bahn lahmgelegt. DB Navigator und bahn.de waren zeitweise nicht erreichbar. Die Hintergründe zum Cyberangriff.

Bildquelle: Mihail Cioinica | unsplash

1 Min. Lesezeit

Wer am Dienstag oder Mittwochmorgen versuchte, sein Ticket über den DB Navigator zu buchen, landete in einer digitalen Sackgasse. Was sich für den frustrierten Pendler zunächst wie die üblichen IT-Schwierigkeiten anfühlte, hatte diesmal einen handfesten externen Grund: Die Deutsche Bahn wurde Ziel einer koordinierten DDoS-Attacke.

Bei einem Distributed Denial of Service passiert technisch gesehen nichts Komplexes, aber etwas sehr Effektives. Ein Heer von Bot-Netzen flutet die Server mit so vielen gleichzeitigen Anfragen, bis diese schlichtweg kapitulieren. Die Systeme sind dann nicht gehackt oder zerstört, sie sind schlicht "beschäftigt". Für den Kunden bedeutet das: Ladebalken des Grauens statt Reiseauskunft.

Die Bahn gab an, dass ihre Abwehrmaßnahmen zwar gegriffen hätten, um die Auswirkungen zu begrenzen, doch ganz ohne Einschränkungen ging es offensichtlich nicht. Erst am Mittwochmorgen stabilisierte sich die Lage auf bahn.de und in der App wieder. Über die Urheber schweigt sich der Konzern aus - das ist in solchen Fällen üblich, da man den Angreifern keine zusätzliche Bühne bieten möchte.

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