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Comeback des Anstupsens: Meta kramt alte Facebook-Funktion hervor

Facebook bringt das „Anstupsen“ zurück in die Profile. Nostalgie oder verzweifelter Versuch, Relevanz zu retten?

Bildquelle: Kelly Sikkema | unsplash

2 Min. Lesezeit

Facebook gräbt alte Relikte aus: Das Anstupsen feiert sein Comeback. Die Funktion, die einst mehr Meme als Kommunikation war, soll zurück in die Profile der Nutzer wandern. Früher war der Stups-Button prominent neben „Nachricht“ und „Freund hinzufügen“ platziert, jetzt testet Meta offenbar ein Revival - inklusive eigener Übersicht unter facebook.com/pokes. Wer sich gegenseitig regelmäßig stupst, kann sogar „Streaks“ sammeln, ein Feature, das stark nach Snapchat klingt.

Für alle, die es verdrängt haben: Anstupsen bedeutet nicht mehr als eine digitale Schulterberührung. Keine Nachricht, keine Emojis, nur eine nüchterne Push-Benachrichtigung - und die Frage: „Warum?“ Historisch wurde der Stups gerne für Flirts, vage Kontaktaufnahmen oder schlicht sinnfreie Interaktionen genutzt. StudiVZ hatte damals seine eigene Version, das legendäre „Gruscheln“, das inzwischen genauso ausgestorben ist wie die Plattform selbst.

Warum Meta ausgerechnet jetzt glaubt, dass Nutzer 2025 Lust auf ein virtuelles Antippen haben, ist unklar. Vielleicht hofft man, die Gen Z mit „retro“ Features zu ködern, ähnlich wie Vinyl-Schallplatten oder Polaroidkameras plötzlich wieder hip wurden. Vielleicht ist es aber auch einfach der verzweifelte Versuch, etwas Nostalgie zu monetarisieren, bevor die Plattform endgültig als Eltern-Archiv für Urlaubsfotos verstaubt.

Ob das Anstupsen 2.0 wirklich eine neue Social-Dynamik entfacht oder nur ein weiteres Feature in der Schublade der vergessenen Facebook-Ideen bleibt? Wer sich nostalgisch fühlt, kann ja schon mal anfangen, alte Kontakte auszugraben und virtuell an die Schulter zu tippen.

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