Mehr Kontrolle für junge Nutzer: Meta bringt Teen Accounts global
Meta bringt Teen Accounts global auf Facebook und Messenger - mit mehr Schutzfunktionen, aber weiter Kritik an deren Wirksamkeit.
Bildquelle: Kelly Sikkema | unsplash
2 Min. Lesezeit
Meta schaltet seine Teen Accounts jetzt weltweit auf Facebook und Messenger frei. Die speziellen Konten für Jugendliche wurden im vergangenen Jahr zunächst auf Instagram eingeführt und später auf ausgewählte Länder begrenzt. Nun also die globale Expansion, samt eingebauter Schutzmechanismen und Elternkontrollen.
Das Konzept: Jugendliche landen automatisch in einem Umfeld, das ungewollten Kontakt und problematische Inhalte reduzieren soll. Nachrichten kommen nur noch von Personen, die man kennt oder bereits angeschrieben hat. Stories lassen sich nur von Freunden sehen und kommentieren, auch Tags und Mentions sind beschränkt. Zudem gibt es Erinnerungen, nach einer Stunde Pause zu machen, und einen obligatorischen Ruhemodus über Nacht. Wer unter 16 ist, braucht die Zustimmung der Eltern, um Einstellungen zu ändern.
Der Rollout fällt nicht zufällig in eine Phase intensiver Kritik. Nach Aussagen einer Meta-Whistleblowerin finden Jugendliche trotz Schutzmaßnahmen weiterhin problematische Inhalte: von Suizidposts bis hin zu sexualisierten Darstellungen. Meta hält dagegen und verweist auf interne Daten, die zeigen sollen, dass schädliche Inhalte im Teen-Feed abgenommen hätten.
Zusätzlich startet das Unternehmen das „School Partnership Program“ in den USA. Schulen können damit direkt Sicherheitsprobleme wie Mobbing an Instagram melden und sollen schneller Gehör finden. Offiziell teilnehmende Schulen werden mit einem Banner markiert, das Eltern und Schüler über die Kooperation informiert.
Ob die Maßnahmen reichen, ist offen. Der Druck auf Meta wächst: Der US-Surgeon General sowie mehrere Bundesstaaten fordern striktere Regeln für Teenager auf Social Media, teils sogar mit elterlicher Zustimmungspflicht. Meta versucht also, sich als proaktive Schutzinstanz zu präsentieren, während Kritiker weiter eine PR-Strategie wittern.
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