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Netflix wirft alte Fire-TV-Sticks raus - einfach so

Netflix kappt ab Juni 2025 den Support für Fire-TV-Geräte der ersten Generation. Ohne AV1-Codec ist Schluss mit Streaming.

Bildquelle: freestocks | unsplash

2 Min. Lesezeit

Netflix verabschiedet sich still und unsentimental von seiner Vergangenheit, genauer gesagt: von Amazons Fire-TV-Geräten der ersten Generation. Ab dem 2. Juni 2025 fliegt der Streaming-Dienst von diesen Uralt-Modellen, die 2014 auf den Markt kamen. Begründung? Gibt's keine offizielle. Technische Realität? Der moderne AV1-Codec, den Netflix seit Jahren favorisiert, läuft auf diesen Geräten nicht. Und ohne AV1 offenbar kein Platz mehr im Streaming-Kosmos.

Die betroffenen Nutzer wurden per Mail informiert. Darin bedankt sich Netflix sinngemäß für die Treue, um dann freundlich mitzuteilen, dass es das nun gewesen sei: keine Updates mehr, keine Streams mehr, bitte weitergehen. Dass diese Geräte bereits seit Jahren keine Sicherheits- oder Softwareupdates mehr bekommen, stört niemanden. Schließlich liefen sie ja trotzdem. Aber jetzt, wo Netflix zunehmend auf effizientere Codecs setzt, wird der Stecker gezogen. Dass AV1 dabei weniger Bandbreite frisst und keine Lizenzgebühren kostet, dürfte ein willkommener Nebeneffekt sein.

Amazon hält sich aus der Schusslinie: Man sei nur der Host der Hardware. Netflix habe entschieden, die App abzuschalten, andere Dienste funktionierten weiterhin, und man könne beim Kundenservice nach einem Rabatt auf neuere Sticks fragen. Klingt nach Goodwill, ist aber eher der Versuch, das PR-Desaster abzufedern. Denn für Nutzer, die das Gerät genau für diese eine App noch verwendet haben, ist die Ankündigung nichts anderes als digitale Entsorgung. Und zwar ohne große Würdigung.

Man kann Netflix verstehen, Technik entwickelt sich eben weiter. Aber die Art, wie alte Hardware ausgesiebt wird, erinnert mehr an Update-by-Machtwort als an smarte Produktpflege. Kein AV1? Kein Stream. Punkt. Was technisch logisch ist, fühlt sich für Nutzer wie ein Rauswurf an, obwohl das Gerät selbst noch problemlos funktioniert.

heise.de

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