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Streaming-Giganten im Clinch: Wer schluckt Warner Bros. Discovery?

Ted Sarandos verteidigt die geplante Übernahme von HBO Max durch Netflix vor dem US-Senat. Alle Details zu den Milliarden-Geboten und der Konkurrenz durch YouTube.

Bildquelle: freestocks | unsplash

2 Min. Lesezeit

In Hollywood und an der Wall Street fliegen gerade die Fetzen, und mittendrin steckt Netflix-Chef Ted Sarandos, der sich jüngst vor einem US-Senatsausschuss rechtfertigen musste. Der Plan, Teile von Warner Bros. Discovery - inklusive der legendären Filmstudios und HBO Max - zu übernehmen, schmeckt den Kartellwächtern nämlich gar nicht. Die Sorge: Ein Streaming-Monopol, das die Preise diktiert und den Wettbewerb erstickt.

Sarandos versuchte die Wogen mit einer ziemlich pragmatischen Argumentation zu glätten. Seine These: Die Angst vor einer Monopolstellung sei unbegründet, da stolze 80 Prozent der HBO-Max-Kunden ohnehin schon ein Netflix-Abo besitzen. In seinen Augen ist die Fusion also eher eine logische Bündelung als eine feindliche Übernahme von Marktanteilen. Auf die Frage nach drohenden Preissteigerungen gab er sich betont gelassen. Netflix sei schließlich ein Dienst, den man mit einem Klick kündigen könne. Der Kunde habe die Macht - wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht mehr stimmt, ist er weg.

Besonders interessant war Sarandos' Blick auf die Konkurrenz. Er sieht Netflix gar nicht als den alles beherrschenden Riesen. Die wahre Gefahr für das klassische Fernsehen und die Filmindustrie komme von den „Deep-Pocketed Tech-Giganten“ wie Google, Amazon und Apple. Vor allem YouTube hat sich zum Endgegner entwickelt: Die Plattform verzeichnet auf Fernsehgeräten mittlerweile eine höhere Nutzungsdauer als jeder herkömmliche Streamingdienst.

Finanziell bewegen wir uns hier in Regionen, die man erst einmal sacken lassen muss. Netflix hat sein Gebot auf rund 72 Milliarden Dollar nachgebessert, was einem Unternehmenswert von satten 82,7 Milliarden Dollar entspricht. Doch die Sache ist noch lange nicht geritzt. Paramount Skydance grätscht mit einer feindlichen Übernahme dazwischen und bietet unglaubliche 108,4 Milliarden Dollar für den gesamten Warner-Konzern. Während Netflix nur die Rosinen (Studios und HBO) will, möchte Paramount das ganze Paket. Für die Nutzer bleibt am Ende nur zu hoffen, dass Sarandos recht behält und der „Markt“ die Preise wirklich im Zaum hält, wenn die großen Player erst einmal miteinander verschmolzen sind.

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